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Mäuse statt Posten

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20200510Corona
Die Corona-Krise hat die Saison 2020 auf den Kopf gestellt und viel Flexibilität erfordert. Sportliche Ziele sind plötzlich in weite Ferne gerückt.

«Nun folgen noch eineinhalb Monate bis die ersten Testläufe für den Weltcupblock in der Schweiz zeigen werden, wo genau ich stehe.»
Genau dieser Satz steht so in meinem letzten Bericht geschrieben. Was mit den Testläufen und dem ersten Weltcupblock in Neuenburg passiert ist, kann sich ja jeder vorstellen: Sie wurden abgesagt. Doch nicht nur das: Nachdem man noch auf eine internationale Saison im Herbst gehofft hatte, folgte kurz darauf die Ernüchterung: EM, WM und der Gesamtweltcup finden im Jahr 2020 nicht statt.

Mir ist bewusst, dass einige Menschen gerade sehr schwierige Zeiten durchleben und ich will mich auch nicht beklagen. Ich bin soweit gesund, darf immer noch draussen trainieren und dafür bin ich dankbar. Aber als Profisportler tut das schon ein wenig weh, wenn dein ganzer Jahresplan über den Haufen geworfen wird. Das einzige, was momentan im internationalen Wettkampfkalender bleibt, ist die CISM Militär-WM im Tessin. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese stattfinden könnte, aber auch hier kann noch alles abgeblasen werden. Was also in den letzten Wochen gefragt gewesen ist: Flexibilität.

Plötzlich hatte ich auch sehr viel freie Zeit. Zeit, die ich die letzten paar Jahre nie gehabt habe. Und diese Zeit wusste ich zu nutzen. Endlich konnte ich wieder einmal mein OL-Archiv aufräumen. Auch meine Schul- und Studiumsunterlagen wurden ausgemistet. Zuletzt kamen auch noch die Zeitungsartikel über mich dran. Da hatten sich wirklich viele angesammelt über die Jahre. Viele Erlebnisse, über welche die Zeitungen berichteten, hatte ich irgendwo im Hinterkopf verstaut und hätte sie wahrscheinlich bald auch vergessen.

Bei dem schönen Wetter, das wir in den letzten Monaten geniessen durften, sass ich aber nicht immer in der Wohnung in Zürich. Ich konnte auch aussergewöhnlich viel Zeit zuhause auf dem Föhrenhof verbringen. Dort hatte ich einige Projekte zu erledigen. So wurden Scheunen aufgeräumt, Sturmholz zu Brennholz verkleinert und viele Mäuse gefangen. Letzteres ist ein wiederentdecktes Hobby aus meiner Kindheit. Und obwohl meine Trefferquote sehr gut ist (Rekord: 48 Mäuse an einem Tag), ist es manchmal auch ein wenig frustrierend. Hat mein ein Feldstück an einem Tag gesäubert, hat es dort am nächsten Tag bereits wieder neue Mäusehaufen. Wenn der Lockdown also noch ewig dauert, kann ich hier noch viele Stunden investieren. Zum Bananenbrotbacken werde ich wohl nie kommen...

Wobei, nächsten Monat werde ich für die Mäuse keine Zeit haben. Im Juni werde ich nämlich ein Höhentrainingslager absolvieren und zwar im schönen Engadin. Obwohl ich noch nicht ganz weiss, was mein nächster wichtiger Wettkampf sein wird, freue ich mich auf das «Trainingslager-Feeling» und die Bergluft.

Vor den schönen Bündner Bergen wartet aber noch ein anderer «Berg» auf mich. Ich brauchte während dem Lockdown ein Ziel im Training und habe mich dafür entschieden, vor allem läuferisch zu investieren. Am kommenden Dienstag werde ich nun meine 5000 m Bestzeit von 15:09 min angreifen und versuchen, endlich die 15:00 zu knacken.

Wie ich mit der Pandemie umgehe, und welche Projekte entstanden sind, zeigen folgende Berichte und Kurzfilme:
20200427homeworkout
Home Workout
Föhrenhof
20200430SwissOTeam
Swiss Orienteering
Team «Trainingslager»
20200510Micarna
Micarna Team
Schitlilauf










Ich wünsche euch allen eine gute Zeit und bleibt gesund und munter!
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